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    September 18

    Nach 2 Jahren das 1. Meeting mit dem Kambodschanischen Paralympischen Komitee

     

    Vergangenen Freitag bekam ich die Ehre den Vorsitzenden des Kambodschanischen Paralympischen Komitees – Yi Veasna zu treffen.

    Nun kann ich in meinem Bericht an den DOSB unter der Rubrik „Zusammenarbeit mit dem hiesigen NOK/ NPK“ ein eindeutiges „ja – vorhanden!“ vermerken. Bis jetzt war die Zusammenarbeit nicht möglich gewesen, ich schau grad noch mal nach, wie ich das begründet hatte (im Auftrag von Chris) …

    In Kambodscha gibt es das Nationale Olympische Komitee, dessen Präsident Prinz Rannaridh ist, sowie das Nationale Paralympische Komitee, dessen Präsident Premierminister Hun Sen ist. 2006 wurde von der kambodschanischen Regierung das Nationale Olympische Komitee personell umstrukturiert was auf innerpolitische Differenzen zurückzuführen ist. Auch war in der Presse zu vernehmen, dass eine Reform des NOK sowie des Fußballverbandes in Arbeit ist. Nach wie vor besteht allerdings keine Möglichkeit der Zusammenarbeit. Des Weiteren besteht kein direkter Kontakt zum NOK oder NPK in Kambodscha, obwohl die Arbeit von CNVLD offiziell anerkannt und im nationalen Behindertensport beinhaltet ist. Die Zusammenarbeit erfolgt mit dem „Ministry of Social Affairs, Veterans and Youth Rehabilitations“.“

     

    Nun ja, nun besteht der Kontakt, denn die politische Ebene hat sich etwas aufeinander zu bewegt. Hun Sen ist der Präsident des NPK und der Chairman von CNVLD und nächstes Jahr sind die Wahlen im Land und logischer Weise mag Hun Sen dann wohl verstärkt seine Front hinter sich wissen. Auf alle Fälle kommen somit die CNVLD Rennrollstuhlsportler nach Bangkok zu den ASEAN Para Games im Januar 2008. Wenn CNVLD es finanzieren kann, dann werden 4 Männer und 4 Frauen nach Bangkok fliegen, Seyhan und ich. Oh und natürlich Vertreter des Paralympischen Komitees – u.a. Yi Veasna, der Präsident, der selbst Polioerkrankt ist und im (kambodschanischen) E-Rolli sitzt. (Das ist ein Stuhl, oi den muss ich heimlich mal fotografieren!)

     

    Es ist schon sehr interessant auf dieser Ebene zu arbeiten. Es klingt aber hochtrabender als es ist, kommt mir jedenfalls so vor. Wir hatten unser Treffen unter freiem Himmel, neben der Hauptstraße, weil sie gerade den Fahrstuhl reparierten und Herr Veasna nicht ins Haus konnte. Wir sprachen nur kurz über die ASEAN Para Games. Wichtig ist die Registrierung der Athleten sofort nach dem nächsten Rennen in Battambang am

    29. September 2007. Ich muss mir nun überlegen für welche Distanzen ich die Männer und Frauen anmelde und vor allem ob wir wirklich 8 Sportler schicken – denn die werden in den kambodschanischen Stühlen wohl kaum eine Chance haben. Die Klassifizierungen muss ich mir noch mal anschauen, dann die Sportler – was haben sie denn nun eigentlich für eine Behinderung, sie wissen es oft ja nicht – außer es ist offensichtlich wenn die Beine fehlen (sorry!). J

    Ich werde wohl ehrenamtlich das ganze machen – außer der DOSB mag meinen Vertrag verlängern oder … noch besser, es findet sich ein Sponsor!!! Ansonsten seh ich die

    500-600$ als meinen Beitrag zur Entwicklungshilfe. Na und außerdem wird es wohl eine gigantische Erfahrung werden. Man bekommt nicht alle Tage die Chance „Head of Mission“ bei den kleinen Paralympischen Spielen zu sein! Da sollte man die deutsche Knausrigkeit hinten anstellen!!! J 

    September 05

    Berit war zu Besuch

    Ach, es war schön Besuch zu haben. Wir haben es uns kulinarisch sehr gut gehen lassen – waren beim Libanesen, beim Inder, haben die Khmer Küche in allen Preisklassen getestet und hatten auch einen netten Grillabend bei mir daheim auf der Terrasse.

     

    Berit hat neben den Touristenattraktionen und dem was Phnom Penh zu bieten hat, denke ich, noch einen ganz netten Eindruck vom Land und dem Leben hier mitbekommen. Wir waren zusammen in La Valla (der Schule). Auf dem Rückweg haben wir an einer Pagoda angehalten und wurden von einem Schwung junger, überaus motivierter Khmers angehalten, ihnen Tipps in Methodik/ Didaktik des Lehrens zu geben und sie wollten unbedingt Englisch sprechen und fanden es toll, dass zwei Ausländerinnen durch ihre Pagoda schlenderten. Sie riefen uns irgendetwas zu wie „do you want to have lunch with us?“, Berit verstand „do you want to have fun with us” und wir ignorierten sie … aber sie ließen ihr lunch stehen und belagerten uns J. Es war sehr nett und schön zu sehen, wie die Jungs, alle samt Anfang 20, wissbegierig waren. Nach dem Ausflug sind wir zurück nach Phnom Penh, haben in meinem Alltagskhmerrestaurent gegessen und waren echt kaputt. Das arbeiten am Vormittag im Pool in La Valla unter glühender Sonne, dann das rumfahren mit dem Moped … es hat so geschlaucht … obwohl man doch meinte, man hätte gar nicht so viel gemacht. Aber ich war beruhigt, dass es Berit auch so ging. J

     

    Berit war 1 ½ Tage in Takeo, in der Provinz, und hat sich das Krankenhaus und die Augenklinik angeschaut, wo Manfred, mein Mitbewohner, als Augenarzt arbeitet.

     

    Wir waren natürlich auf allen Märkten. Haben früh morgens Fisch gekauft, sind durch die „Frischfleisch“-Abteilung auf dem kambodschanischen „Bauernmarkt“ bei mir im Viertel. Oi die Fische und Frösche flutschen da über den Boden. Die Frösche kopflos, oi man, da kann es einem auf nüchternen Magen so kurz nach’m Aufstehen schon etwas flau werden. Bummeln waren wir auch – na wie das Frauen eben so lieben, mit viel Klatsch und Tratsch, wir hatten uns ja zwei Jahre nicht gesehen, da Berit auf ihrer einsamen Insel in Japan weilte. J

     

    Zur Hot-Stone-Massage waren wir am letzten Morgen noch … mal wieder mit der Erfahrung, dass hier nichts funktioniert, wenn man selbst etwas in Zeitdruck ist!!! Aber ich mach jedes mal wieder den gleichen Fehler!!! Manoman. Na wir bekamen unsere Massage, war prima, auch wirklich entspannend – obwohl ich noch einen Tag einen Steinabdruck am Rücken hatte J – hmmm, war wohl etwas zu heiß gewesen.

     

    Phnom Penh ändert sich täglich, es entwickelt sich und damit ändern sich auch die Preise und ich merk schon deutliche Unterschiede … auch in meinem Portemonaie, aber auf der anderen Seite ist es auch schön zu sehen, dass sie sich entwickeln … also das Leben in Phnom Penh ist kein Leben in einem Entwicklungsland mehr. Man hat hier alles und bekommt alles (zu seinem Preis, klar).

    Ich stell Berits Bilder auf den Blog. Für mich war’s schön, ihre Bilder zu sehen, denn viele Dinge nehme ich gar nicht mehr so intensiv war … schaut sie euch an.